SELBSTEINSCHÄTZUNG. Unser Bild von uns speist sich aus dem, was wir bisher erfahren oder von anderen über uns gehört haben. Überzeugungen, die wir z.B. von unseren Eltern übernehmen, sind notwendig, um uns in der Welt zurechtfinden. Hindernde Prägungen wie "Das schaffe ich sowieso nicht!", "Ich bin eben einfach faul!" oder "Es ist doch sowieso hoffnungslos!" können jedoch entdeckt und durch neue Erfolgserlebnisse transformiert werden - auf unserem Weg zum Ziel.


RESSOURCEN. Der Zugang zu unseren eigenen Potenzialen, Fähigkeiten und Talenten wird durch Glaubenssätze bestimmt. Wenn wir überzeugt sind, über gewisse Möglichkeiten nicht zu verfügen, werden wir diese auch nicht erkennen und aktivieren. Im Lerncoaching geht es nicht darum, Potenziale herbeizureden, sondern tatsächlich vorhandenes Kraftreservoire sichtbar und nutzbar zu machen. Wenn wir wissen, was wir vermögen, vergrößern sich auch unsere Ziele.


MOTIVATION. Die einfache Formel lautet: Ziel x Bedürfnis = Motivation! Doch fühlen wir uns über- oder unterfordert, zweifeln durch kleine Misserfolge oder sehen unser Ziel nicht klar vor Augen, können wir allzu schnell dem "inneren Schweinehund" erliegen. Dann können Lob ebenso wie ein gewisser Druck Ansporn sein, uns wieder unserem Ziel zuzuwenden. Auch mentale Techniken helfen uns, das Interesse an unserem Tun wieder zu wecken und zu behalten. Denn am Ende steht unser Ziel.


KONZENTRATION. Es ist eine Binsenweisheit, dass uns die Fokussierung auf eine (und nur diese eine) Tätigkeit durch eine allgegenwärtige Reizüberflutung immer schwerer fällt. Doch wenn wir die vor uns liegende Aufgabe so interessant wie möglich gestalten und Prioritäten mit gedanklicher Disziplin verfolgen, können wir trainieren, Störquellen auszublenden, ohne durch Überkonzentration einen "Knoten im Kopf" zu bekommen. Konzentration auf unser Ziel ist der halbe Weg.


HIRNGERECHTES LERNEN. Das Hirn ist ein unglaublich komplexes und effizientes Anpassungsorgan zum Erreichen unserer Ziele. Durch Betrachtung bestimmter  "Lerntypen", unseren Biorhythmus und ein konzentriertes Lernumfeld können wir seine Arbeit enorm unterstützen. Entspannung, Methodenwechsel und individuelle Lernrituale können ebenso wie körperliche Bewegung die Balance zwischen Über- und Unterforderung halten und Lernhemmungen entgegenwirken.


LERNSTRATEGIEN. Gehen wir eine Aufgabe ohne konkrete Taktik an, greifen wir unbewusst meist auf bekannte Strategien zurück. Wenn alte Lösungen nicht mehr zu unseren neuen Zielen passen, stehen uns Techniken für das Abspeichern von Lerninhalten oder das Verinnerlichen körperlicher Vorgänge (z.B. das Spielen eines Instruments) zur Seite. Sie berücksichtigen individuelle Veranlagungen, ohne uns allzu starr festzulegen oder uns durch "Methoden-Hopping" zu verwirren.


ZEITMANAGEMENT. Unser Gefühl von Zeit beschränkt sich meist darauf, dass immer zu wenig davon da ist. To-Do-Listen verkommen nicht selten zu halben Romanen und unbemerkte Zeitfresser generieren "tote" Zeit, die uns weder unserem Ziel näher bringt, noch eine echte Erholung darstellt. Doch eine klare Struktur im Wechsel von geistiger und körperlicher Aktivität, realistische Etappenziele und sinnvolle Pausen sagen wir Prokrastination und "Aufschieberitis" den Kampf an.


KOMMUNIKATION & BEZIEHUNGEN. Ob wir sprechen, schreiben, zeichnen, rot anlaufen, ins Schwitzen kommen, unsere Stimme oder Körpersprache verändern: Wir können nicht nicht-kommunizieren! Missverständnisse zwischen Sender und Empfänger sind allzu häufig auf die Vermischung der verschiedenen Kommunikationsebenen zurückzuführen. Starre Kommunikationsmuster können erkannt werden und einem klaren wie authentischen Austausch Platz machen - damit wir verstehen und verstanden werden. 


PRÜFUNGSKOMPETENZ. Niemand liebt Prüfungen, dabei ist das Leben voller Situationen, in denen es plötzlich ganz allein auf uns und unsere Fähigkeiten ankommt. Der Königsweg zum Erfolg ist natürlich: eine ausreichende Vorbereitung! Doch auch das Lösen bisheriger Negativerfahrungen, das Setzen positiver Anker sowie ein Notfallplan für eventuelle "Blackouts" geben uns die Kontrolle über Momente zurück, in denen wir unser Bestes geben müssen - und wollen!